Meine Gedankengeänge, Gespräche, Erlebnisse und Erinnrungen... evtl.*trigger*

Leider habe ich immer noch mit eurem Vorschlag zu kämpfen, für einige Tage wieder in mein altes Zimmer zurück zu kehren. Seit vielen Wochen kämpfe ich mit allen Mitteln die mir zur Verfügung stehen gegen die Erinnerungen an. Ich versuche alles als Phantasie abzuspeißen und weis eigentlich genau, dass ich mich damit selbst belüge. Allerdings hatte ich all die Jahre da Glück, dass ich keinerlei Gefühle zu dem Thema entwickelte bzw. keine zugelassen hatte. Das hat sich inzwischen geändet. Nach vielen harten und zähen Sitzungen bei meiner Therapeutin konnte ich nicht mehr anders als meinem inneren Monster etwas Raum zur Verfügung zu stellen. Ein langer und steiniger Prozess, der mich in den letzten Wochen oft an den Rand meiner Kräfte brachte. Nicht selten konnte ich mich nur dank des Alkohols oder dank einiger Medikamente über den Tag bzw. in erster Linie über die Nacht retten. Zu oft haben mich die Erinnerungen außerhalb des Therapieraums regelrecht überfallen und nicht mehr losgelassen. Immer wieder schreckte ich auf und wusste im ersten Moment nicht ob ich in Sicherheit bin oder wie es mir mein Gefühl für den Augenblick vermittelte mich in meinem alten Zimmer befinde. Es fühlte sich zu 100% echt an, so als würde ich wirklich dort auf meinem Bett oder Drehstuhl sitzen und alle Sinne in Alarmbereitschaft versetzen.

Nun soll ich mich also nicht nur mit dem Gefühl, sonder tatsächlich mit der Situation konfrontieren? Ehrlich gesagt denke ich nicht, dass ich den Mut und die Kraft habe dort einige Nächte zu verbringen. Tagsüber komme ich ganz gut klar, solange "Er" nicht da ist und ich mich nicht in mein altes Bett legen muss. Auf dem Sofa fühle ich mich pudelwohl und konnte dort auch schon schön schlummern.

Doch nach seinem leider klimpflich ausgefallenem Unfall ist er noch öfter da. Er spielt das Opfer, möchte bemitleidet werden und fühlt sich auch noch im Recht. Ich könnte ihm allerdings mal Recht... und zwar die Meinung geigen oder meine Aggresionen an ihm auslassen.

Es gibt so viele Punkte, die dagegen sprechen dir den Wunsch zu erfüllen. Doch du hast es wieder geschickt angesetellt, dass ich mir dennoch Gedanken darüber mache es doch evtl. durchzuziehen. Du arbeitest wieder mit der Schuldfrage und versuchst mich so zu ködern. Leider habe ich in den letzten Jahren allerdings das Spiel durchschaut und lerne immer besser die Situation im Voraus einzuschätzen und zu beurteilen. Ich wünsche euch auch ohne meine Unterstützung einen erholsamen und ruhigen Urlaub bei dem du, Mama, dir keine Sorgen um Oma oder mich machen musst. Meine Entscheidung steht eigentlich soweit fest, dass ich den "Dienst" nicht antreten werde.

2.8.09 22:02

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