Meine Gedankengeänge, Gespräche, Erlebnisse und Erinnrungen... evtl.*trigger*

Du lässt mich nicht gehen, hälst mich mit deinen Worten gefangen. Nichts ist dir zu schade um mich aus dem Tritt zu bringen. Du Geisterst herum wie das übelste was es gibt auf dieser Welt. Hau ab!

30.9.09 21:54, kommentieren

Ich würde so gerne alles auf den Tisch legen, aber ich habe Angst. Angst davor dich zu verlieren. Nur frage ich mich, ob ich das nicht längst habe. Du bist weg, weit weg .. zu weit für mich. Fast so weit weg, wie ich es gerade von mir selber bin. Die Stimmung die mich begleitet beunruhigt mich. Ich bin auf äußere Hilfe angewiesen. Bin schwach und einsam. Die Medikamente sorgen für den letzten Schub. Es macht alles keinen Sinn.

1 Kommentar 30.9.09 20:38, kommentieren

Der Film läuft immer noch. Nun hast du schon alles versucht und es wird nicht besser. Gute zwei Stunden strammen Schrittes ging es durch die City, um dich möglichst auszupowern. Vergebens, wie sich jetzt herausstellt. Eigentlich bist du schon so müde, dass du im stehen einschlafen könntest, doch du kommst nicht zur Ruhe um dich ins Bett zu legen.

Immer wieder geistert ER dir im Kopf herum, lässt dir keine Sekunde Zeit zum erholen. Wie damals quält er dich heute noch, ohne dass er überhaupt davon weis. Du siehst ihn immer wieder die Treppen heraufsteigen, hörst seine Stimme, spürst seine Anwesenheit. Er ist da, steht hinter dir, vor dir, neben dir. Liegt auf dir, unter dir, kniet vor dir. Er ist präsent in allen Lebensformen. Ihr vertragt euch, streite euch und vielleicht mochtet ihr euch? Nein, das kann ich mir bei dir nicht vorstellen. Sicherlich hattest du nur Angst vor ihm. So sehr es auch weh tut, vertrau deinem heutigen Gefühl! Es sagt dir die traurige Wahrheit!

1 Kommentar 6.8.09 01:54, kommentieren

Ich höre immer nur noch "Trauma" hier "Trauma" da. Ehrlich gesagt kann ich trotz einiger Erklärungen immer noch nicht viel damit anfangen. Hand auf's Herz, eigentlich will ich es auch gar nicht. Mir ist die jetzige Situation auch ohne einen Begriff unheimlich genug. Erst überrasche ich mich selber, wie gut ich ihr Verhalten analysieren kann und wie sicher ich mir in einer Entscheidung bin (kommt ja nicht oft vor) und andererseits sind da immer diese Bilder, Gedanken, Phantasien, Erinnerungen die mich total aus der Bahn werfen.

Wenn die doch nur wüssten, was mir alles durch den Kopf geht. Heute ist da die pure Angst vor dem morgigen Tag. Sicherlich hatte ich mich nicht korrekt verhalten, ein Versprechen gebrochen und meine "soziale Phobie" ausgelebt. Nun plagt mich das schlechte Gewissen und die Angst denen Gegenüberzutreten und mich rechtfertigen zu müssen. Oder war es für die eh schon so klar, dass ich nicht komme? Kann ja gut sein, dass ich mir hier einen tierischen Kopf darüber mach und am Ende ist es eh egal oder war es denen nur recht, dass ich nicht dabei war??

Meine allgemeine Stimmung ist jedenfalls hinüber und wenn ich auf die Uhr schaue, macht es mich nicht gerade glücklicher. In spätestens vier Stunden wäre meine Nacht zu Ende. Wie so oft mal wieder viel zu früh.

Würde ich auf mein Inneres hören, müsste ich mir eingestehen, dass ich erst hier raus muss um überhaupt noch eine Chance auf etwas schlaf zu haben. Nach den intensiven Gefühlen von heute arbeite ich mit vielen Mitteln darauf hin, nicht schalfen zu können. Wie ich das mache? Kein Kommentar Nein, mal im erst, Wach kann man sich immer halten, wenn die Angst vor den Träumen und dem kommenden Tag zu groß ist. Das wäre heute bei mir der Fall. Auch wenn alles recht locker war, trug die heutige Stunde bei Ihnen sicherlich auch dazu bei. Die Bilder werden deutlicher, Situationen fügen sich zusammen und mein Puzzle von damals wird vom einfachen Papier zu einem intensiven 3-D Film. Heute senden wir in Farbe und bunt "Das war mein Leben"! Den Fernseher könnte ich abschalten, doch mein Film läuft leider mit zahlreichen Wiederholungen immer weiter.

5.8.09 23:47, kommentieren

Siehst du mich wirklich nicht, oder willst du mich nur einfach nicht sehen?

Ich zeige dir in jeder Situation ganz deutlich wo du gerade stehst´, aber wirklich beeindrucken lässt du dich nicht. Du kämpfst gegen deinen inneren Schweinehund, gegen jede Vernunft und dein Wohl. Dein Körper wird sich schon holen was er brauch, warte es nur ab, lange kann es nicht mehr dauern. Wirst schon sehen, was du davon hast.

Dabei scheint das nicht dein einzigstes Problem zu sein. Denk an deine Träume der letzten Nächte. Nicht nur dass du den Ganzen Tag auf der Hut bist um ihm nicht zu begegnen (es aber dennoch passiert), auch in der Nacht bist du auf der Flucht. Die Träume sind alt und du weist ganz genau, dass dies hier nicht die Wirklichkeit ist. Ansatzweise gelassen gehst du mit der Situation um, bist du schließlich merkst, dass du nicht mehr fliehen kannst. Du läufst und läufst, aber egal wo du hin kommst, die anderen sind schon da.

4.8.09 06:17, kommentieren

Leider habe ich immer noch mit eurem Vorschlag zu kämpfen, für einige Tage wieder in mein altes Zimmer zurück zu kehren. Seit vielen Wochen kämpfe ich mit allen Mitteln die mir zur Verfügung stehen gegen die Erinnerungen an. Ich versuche alles als Phantasie abzuspeißen und weis eigentlich genau, dass ich mich damit selbst belüge. Allerdings hatte ich all die Jahre da Glück, dass ich keinerlei Gefühle zu dem Thema entwickelte bzw. keine zugelassen hatte. Das hat sich inzwischen geändet. Nach vielen harten und zähen Sitzungen bei meiner Therapeutin konnte ich nicht mehr anders als meinem inneren Monster etwas Raum zur Verfügung zu stellen. Ein langer und steiniger Prozess, der mich in den letzten Wochen oft an den Rand meiner Kräfte brachte. Nicht selten konnte ich mich nur dank des Alkohols oder dank einiger Medikamente über den Tag bzw. in erster Linie über die Nacht retten. Zu oft haben mich die Erinnerungen außerhalb des Therapieraums regelrecht überfallen und nicht mehr losgelassen. Immer wieder schreckte ich auf und wusste im ersten Moment nicht ob ich in Sicherheit bin oder wie es mir mein Gefühl für den Augenblick vermittelte mich in meinem alten Zimmer befinde. Es fühlte sich zu 100% echt an, so als würde ich wirklich dort auf meinem Bett oder Drehstuhl sitzen und alle Sinne in Alarmbereitschaft versetzen.

Nun soll ich mich also nicht nur mit dem Gefühl, sonder tatsächlich mit der Situation konfrontieren? Ehrlich gesagt denke ich nicht, dass ich den Mut und die Kraft habe dort einige Nächte zu verbringen. Tagsüber komme ich ganz gut klar, solange "Er" nicht da ist und ich mich nicht in mein altes Bett legen muss. Auf dem Sofa fühle ich mich pudelwohl und konnte dort auch schon schön schlummern.

Doch nach seinem leider klimpflich ausgefallenem Unfall ist er noch öfter da. Er spielt das Opfer, möchte bemitleidet werden und fühlt sich auch noch im Recht. Ich könnte ihm allerdings mal Recht... und zwar die Meinung geigen oder meine Aggresionen an ihm auslassen.

Es gibt so viele Punkte, die dagegen sprechen dir den Wunsch zu erfüllen. Doch du hast es wieder geschickt angesetellt, dass ich mir dennoch Gedanken darüber mache es doch evtl. durchzuziehen. Du arbeitest wieder mit der Schuldfrage und versuchst mich so zu ködern. Leider habe ich in den letzten Jahren allerdings das Spiel durchschaut und lerne immer besser die Situation im Voraus einzuschätzen und zu beurteilen. Ich wünsche euch auch ohne meine Unterstützung einen erholsamen und ruhigen Urlaub bei dem du, Mama, dir keine Sorgen um Oma oder mich machen musst. Meine Entscheidung steht eigentlich soweit fest, dass ich den "Dienst" nicht antreten werde.

2.8.09 22:02, kommentieren

Siehst du eigentlich nicht, dass du keine Kraft mehr hast?

Du versuchst krampfhaft an etwas festzuhalten, dass es nicht mehr gibt. Sicherlich macht es dir noch Spaß und du kannt dich kurzfristige im Kreis der Zuschauer fallen lassen. Bist du aber ehrlich zu dir selbst, musst du wohl oder übel erkennen, dass dir die Kraft fehlt. Versuch es nicht zu verdrängen, denn es war ja eindeutig wie schlecht es dir gestern ging. Nicht nur die Tränen in deinem Gesicht verrieten wie angeschlagen du bist. Vergiss nicht, dass es dir schwarz vor Augen wurde und du fast umgekippt bist. Das wäre echt nicht gut gekommen liebes.

Fast eine Woche hast du überstanden, ohne dich micht Alkohol und Medikamente regelrecht abzuschießen. Sehe es als Anfang an und sei ein klein wenig Stolz auf dich. Dass du gestern dich doch wieder betäubt hast kann ich verstehen. Du versucht den Abstand zwischen dir, deinen Eltern und der Familie großzügiger zu gestalten. Nun wirst du gebeten wieder zurück zugehen, wenn auch nur für eine Woche. Eine Woche, in der dein inneres Monster ganz in deiner Nähe sein wird. Es wird den Abend ein Stockwerk unter dir verbringen. Du wirst seine Nähe spüren und mich etwas Pech wird er das Treppenhaus hoch kommen und dir einen Besuch abstatten. Dein altes Zimmer, in dem du mehr als nur ein Mal den Horror deines Lebens überstehen musstest, wird für diese Tage dein "Neues" Zuhause sein. Überleg dir jetzt bitte gut, ob du jemanden einen Gefallen tun möchtest oder gut für dich selbst sorgst. Versuche das schlechte Gewissen und die Schuldgefühle gut zu überbrücken. Höre auf dein Inneres und lass dir bei der Entscheidung Zeit!

30.7.09 06:12, kommentieren

Ich muss feststellen, dass du schon ganz schön gehässig bist. Da fällt dir nichts besseres ein, als einmal laut aufzulachen als du erfährst, dass T. fast vom Baum erschlagen wurde. Du bist schon etwas gemein. Aber mal unter uns gesagt "Verdient hat er es!". Kleine Sünden werden sofort bestraft, bei großen dauert es wohl etwas länger. Es ist ja nicht der erste Baumstamm, den er abbekommen hatte. So ein klein wenig Genugtuung das Ganze.

Sicherlich war es heute nicht zwingend mein Tag, auch wenn ich mir einige Auszeiten gegönnt hatte und über den Vorfall schmunzeln konnte. Ich bin ganz kurz über meinen Schatten gesprungen um Ihr von meinen Fehltritten zu erzählen. Keine Ahnung warum ich von den Tablatten, dem Alkohol und dem Rest überhaupt etwas gesagt hatte, was ich mir davon versprach oder erhoffte. Raus musste es, das stand als einzigestes Fest. Wie es die nächsten Tage weiter gehen kann wage ich jetzt noch nicht zu sagen. Leicht wird es mit Sicherheit nicht. Zu oft kommen Gefühle ans Tageslicht die nie mehr hätten auftauchen dürfen.

28.7.09 21:11, kommentieren

Hier soll meine Gedankenzentrale entstehen. Oft geht mir so wahnsinnig viel durch denk Kopf worüber ich nachdenke oder ich habe ein spezielles Gefühl welches nach wenigen Stunden wieder weg ist. Ausgelöscht, als hätte es nie existiert. Mit dem kleinen Blog möchte ich den Versuch starten, mir alles für die Zukunft "frisch" zu halten. Leider kommen auch manchmal unerfreuliche Erlebnise zu Tage, die allerdings genau so zu mir gehören wie alles andere und entsprechend auch hier ihren Platz haben.

26.7.09 12:15, kommentieren